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02.12.2020

Uran im Trinkwasser: Abhilfe durch GEH-Adsorptionsfilter

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Das schwach radioaktive Schwermetall Uran kommt von Natur aus im Boden vor und kann durch die Gesteinsverwitterung in das Grundwasser gelangen. Da Uran im Trinkwasser auch in geringsten Konzentrationen gesundheitsbedenklich ist, muss es aus dem Wasser entfernt werden, bevor das Grundwasser als Mineralwasser oder Trinkwasser genutzt werden kann. Unser Adsorptionsgranulat GEH wird für diesen Zweck erfolgreich eingesetzt, um Uran im Trinkwasser zu entfernen. In der Praxis hat die die chemische Zusammensetzung des Wassers einen wesentlichen Einfluss auf die erzielbare Adsorptionskapazität und somit die Standzeit des GEH-Adsorptionsfilters. In einer wissenschaftlichen Kooperation mit der Universität Mainz, Arbeitsgruppe Hydrogeochemie, und der Technischen Universität Berlin, Institut für Technischen Umweltschutz, wurde nun ein Modell für die Vorhersage der Standzeit von GEH-Filtern zur Entfernung von Uran im Trinkwasser weiterentwickelt und mit Daten aus Labor- und Pilotversuchen geprüft.

 

Uran im Trinkwasser­ – Ergebnisse zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit zur Vorhersage der Standzeit von GEH-Adsorptionsfiltern

Mit Hilfe des angepassten SCM-Modells wurden sowohl binäre als auch ternäre Oberflächenkomplexe von Uran, Carbonat und Calcium berücksichtigt. Es konnte gezeigt werden, dass die Uranadsorption an GEH stark vom pH-Wert abhängig ist und im neutralen pH-Bereich maßgeblich von der Carbonatkonzentration beeinflusst wird. Die Ergebnisse unterstützen uns bei der optimalen Auslegung der Adsorptionsfilter für die Aufbereitung von Mineralwasser oder Trinkwasser und bei der Vorhersage des Austauschintervalls des erschöpften GEH, um das Uran im Trinkwasser erfolgreich zu entfernen.

Die Ergebnisse wurden nun durch Herrn Prof. Dr.-Ing. Michael Kersten, Herr. Prof. Dr.-Ing. Martin Jekel und unseren Forschungsleiter Dr.-Ing. Carsten Bahr in der internationalen Fachzeitschrift „ACS Environmental Science & Technologie: Water“ veröffentlicht (https://pubs.acs.org/journal/aewcaa). Die Publikation mit dem Titel „Predicting the Breakthrough of Ternary Ca−Uranyl−Carbonate Species in Mineral Water Treated by a Fixed-Bed Granular Ferric Hydroxide Adsorbent” ist für eine begrenzte Zeit frei verfügbar und kann über die Online-Datenbank der American Chemical Society ACS heruntergeladen werden: https://dx.doi.org/10.1021/acsestwater.0c00142

Weiterführende Links:

Arbeitsgruppe Hydrogeochemie:                         https://www.geowiss.uni-mainz.de/hydrogeochemie/

Institut für Technischen Umweltschutz:              https://www.itu.tu-berlin.de

ResearchGate:             https://www.researchgate.net/lab/R-D-Lab-of-GEH-Wasserchemie-GmbH-Co-KG-Carsten-Bahr

Weiterführende Links:

Arbeitsgruppe Hydrogeochemie:                         https://www.geowiss.uni-mainz.de/hydrogeochemie/

Institut für Technischen Umweltschutz:              https://www.itu.tu-berlin.de

ResearchGate:             https://www.researchgate.net/lab/R-D-Lab-of-GEH-Wasserchemie-GmbH-Co-KG-Carsten-Bahr

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