Zurück zur Übersicht
16.04.2021

Dürren können Gehalt an natürlich vorkommendem Arsen in privaten Hausbrunnen erhöhen

Screenshot 2021 04 16 151815

Eine neue Studie des US Geological Survey (https://pubs.acs.org/doi/full/10.1021/acs.est.9b05835) zeigt, wie wichtig eine regelmäßige Überwachung von privaten Brunnen ist. Besonders wichtig wird diese Überwachung in Dürregebieten, da die Studiendaten eine Erhöhung der Arsenkonzentration insbesondere bei langen Dürreperioden zeigen. Dies kann sogar dazu führen, dass der Trinkwassergrenzwert der US-Umweltschutzbehörde für Arsen überschritten wird.

Ungefähr 4,1 Millionen Menschen in den USA sind durch die Dürreperioden potenziell schädlichen Arsenmengen ausgesetzt. Das sind über 50 % mehr als die, die ohnehin durch hohe Arsenkonzentrationen in Ihren privaten Brunnen gefährdet sind.

Das Halbmetall Arsen kommt weltweit in bestimmten Gesteins- und Sedimentschichten vor. Durch natürliche Prozesse können sich Arsenverbindungen im Grundwasser lösen und so in von Menschen genutztes Trinkwasser gelangen. Neben seiner akuten Giftigkeit führt Arsen bei langfristiger Exposition zu einem erhöhten Risiko, an Krebs zu erkranken, einschließlich Blasen-, Lungen-, Prostata- und Hautkrebs. Andere nachteilige Auswirkungen sind Entwicklungsstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ungünstige Geburtsergebnisse und Auswirkungen auf das Immunsystem und das endokrine System.

Die Ergebnisse der Studie können dabei helfen, gezielte Maßnahmen für betroffene Gebiete zu entwickeln und anzuwenden. Insbesondere das Wissen, mit welcher Wahrscheinlichkeit welche Brunnen von einer Arsenkontamination betroffen ist, hilft, die Überwachung zu verbessern. Die öffentliche Wasserversorgung wird vom jeweiligen kommunalen Wasserversorger geregelt. Private Brunnenbesitzer sind jedoch selbst für ihre Wasserqualität verantwortlich. Die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen kann jedoch helfen, ihr Wasser zu testen und eine effektive Methode für die Arsenentfernung auszuwählen.

Die höchste Bevölkerungsanzahl, die unter Dürrebedingungen mit erhöhten Arsenkonzentrationen rechnen muss, findet sich in folgenden Staaten: Ohio (ungefähr 374.000 Menschen), Michigan (320.000 Menschen), Indiana (267.000 Menschen), Texas (200.000 Menschen) und Kalifornien (196.000 Menschen).

Der fortschreitende Klimawandel befeuert dieses Problem zusätzlich. Durch steigende Temperaturen und sinkende Niederschläge steigt die Wahrscheinlichkeit für Dürreereignisse. Damit werden in Zukunft wahrscheinlich mehr Menschen durch Arsenkontamination im Trinkwasser gefährdet.

Informationen über effektive Arten zur Arsenentfernung finden Sie hier.