„Wasser 2026“ & 100 Jahre Wasserchemische Gesellschaft
Vom 11. bis 13. Mai 2026 fand in Kiel die Jahrestagung „WASSER 2026“ der Wasserchemischen Gesellschaft statt. Die Veranstaltung stand in diesem Jahr im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Die Fachgruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) feierte ihr 100‑jähriges Bestehen – am historischen Gründungsort Kiel, an dem sie im Jahr 1926 ins Leben gerufen wurde.
Die Wasserchemische Gesellschaft hat sich in den vergangenen hundert Jahren von einer spezialisierten Fachgruppe zu einer zentralen interdisziplinären Plattform der Wasserforschung entwickelt. Heute verbindet sie Wissenschaft, Wasserwirtschaft, Behörden und Industrie und trägt wesentlich dazu bei, aktuelle Herausforderungen im Umgang mit Wasserressourcen wissenschaftlich fundiert zu adressieren. Die Jahrestagung „WASSER“ gilt dabei als wichtigste Konferenz der Wasserchemie in Deutschland und bietet jährlich ein Forum für den Austausch zu neuen analytischen Methoden, Bewertungsansätzen und Verfahren der Wasseraufbereitung.
Das wissenschaftliche Programm der WASSER 2026 spiegelte die aktuellen Schwerpunkte der Wasserforschung wider. Im Fokus standen insbesondere persistente organische Spurenstoffe wie PFAS, Mikroplastik sowie weitere komplexe Stoffeinträge in aquatische Systeme. Darüber hinaus wurden Entwicklungen in der Analytik, Fragen der Bewertung von Stoffgemischen sowie die Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf Gewässer und Wasserressourcen intensiv diskutiert. Die Beiträge verdeutlichten die steigenden Anforderungen an Monitoring, Bewertung und Aufbereitung im Kontext zunehmend komplexer Stoffsysteme.
GEH Wasserchemie war als Sponsor und Aussteller auf der begleitenden Fachmesse vertreten. Der persönliche Austausch mit Fachleuten aus Forschung und Praxis bot wertvolle Einblicke in aktuelle Fragestellungen der Wasseraufbereitung und regulatorische Entwicklungen. Dabei zeigte sich, dass neben den aktuell stark diskutierten organischen Spurenstoffen weiterhin ein signifikanter Bedarf an robusten und bewährten Lösungen zur Entfernung anorganischer Kontaminanten besteht. Insbesondere bei der Aufbereitung von Trinkwasser leisten Adsorptionsverfahren auf Basis von Eisenhydroxid einen wichtigen Beitrag zur sicheren Entfernung von Elementen wie Arsen, Vanadium und Blei, die in vielen Anwendungen weiterhin von hoher Relevanz sind.
Die WASSER 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Wasserchemie auch nach einem Jahrhundert eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung globaler Herausforderungen einnimmt und sich kontinuierlich an neue Fragestellungen anpasst. Wir gratulieren der Wasserchemischen Gesellschaft herzlich zu ihrem 100‑jährigen Jubiläum und danken für eine hervorragend organisierte sowie fachlich sehr hochwertige Veranstaltung.
Dieser Text wurde teilweise unter Verwendung von künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft.